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Einführung Kurzbeschreibung der bewilligten Aufgabenpakete
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| Schwerpunkte und Aufgabenpakete | ||||||||||||
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| Leitung: |
Prof. M. Hecht
Fachgebiet Schienenfahrzeuge am Institut für Land- und Seeverkehr TU-Berlin |
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Kurzbeschreibung
der bewilligten Aufgabenpakete
Schwerpunkt
Rad-Schiene-Geräusche
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Einführung SchienenverkehrslärmAus Umweltschutzgründen ist eine Verlagerung des Personen- und Gütertransports von der Straße auf die Schiene notwendig, sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr, so dass der Minderung des Schienenverkehrslärms zukünftig verstärkte Bedeutung zukommt. Die wesentlichen Geräuschkomponenten des Schienenverkehrs sind
Im Nahverkehr (Straßenbahn, S-Bahn, U-Bahn) kommen noch Maschinengeräusche, Kurvenquietschen, Rumpel-, Brems-, Rangiergeräusche, akustische Signale usw. hinzu. Bei den heutigen Zuggeschwindigkeiten dominiert das Rad-Schiene-Geräusch, wobei die dynamischen Vorgänge im Kontaktbereich Rad/Schiene von ausschlaggebender Bedeutung sind. Das Rollgeräusch ist im wesentlichen abhängig von der Fahrgeschwindigkeit, dem Zustand der Fahrfläche (glatt, rauh) und der Fahrbahnart (Holz- oder Betonschwellen mit Schotterbett, "Feste Fahrbahn", Brücken, Bahnübergänge usw.). Der Zustand der Fahrfläche wird sehr stark von der Art der Bremsen bestimmt: Die bei IC- und ICE-Zügen üblichen Scheibenbremsen sind hier wesentlich günstiger als die Klotzbremsen der Güterzüge, die auf die Radlauffläche eingreifen und dadurch zuerst Fehlstellen auf den Rädern und in Folge Rauheiten der Gleise verursachen. Die Gleisrauheiten lassen sich durch Schleifen wieder beseitigen. Das ergibt bei schlechtem Ausgangszustand Pegelminderungen von bis zu 20 dB(A) und bei durchschnittlich gepflegten Gleisen von etwa 3 dB(A). Die Wirksamkeit der Schleifverfahren lässt sich wohl noch verbessern. Bei bestehenden Zügen lassen sich die Rollgeräusche vor allem durch Maßnahmen an den Rädern senken: Durch geeignete Radgeometrien sind bis zu 6 dB(A) Minderung möglich, der Einsatz von Radschallabsorbern bringt bis zu 8 dB(A), Radabdeckungen bis zu 5 dB(A). Die Wirkungen dieser Einzelmaßnahmen lassen sich allerdings nicht addieren. Insgesamt ist jedoch von einem hohen Entwicklungspotential auszugehen. Das mangelhafte Image der öffentlichen Schienenverkehrsmittel (Straßen-, S- und U-Bahn) ist mit auf ihr unbefriedigendes Geräuschverhalten auch für die Reisenden zurückzuführen. Eine deutliche Lärmminderung würde ihre Attraktivität erhöhen und könnte so zu einer Verringerung des Individualverkehrs beitragen. Aerodynamische Geräusche spielen nur im Hochgeschwindigkeitsverkehr eine Rolle. Wichtige Quellen sind der Zugkopf, die Fahrwerke, die Radkästen, die Übergänge zwischen den Wagen und der Stromabnehmer. Letzterer strahlt als hochliegende Schallquelle über alle Schallschutzwände hinweg ungedämpft ab und ist deshalb von besonderer Bedeutung. Die vorliegenden Erfahrungen lassen sich zusammenfassen in der Feststellung, dass es keinen einfachen Weg zu einer leisen Bahn gibt, weil
Der Schwerpunkt der im Bereich Leise Züge und Trassen vorgeschlagenen Vorhaben liegt auf Rad-Schiene-Geräuschen und Antriebsgeräuschen, insbesondere von Güterzuglokomotiven. Der Güterverkehr bietet beträchtlich Minderungspotentiale. Die heutigen mit Grauguss-Klotzbremsen ausgerüsteten Güterwagen sind eine dominante Lärmquelle und tragen erheblich zur Lästigkeit bei, besonders weil der Güterverkehr verstärkt in verkehrsschwachen Nachtstunden abgewickelt werden soll. Durch Umstellung auf Kunststoffbremsklötze lässt sich ein zweifacher Nutzen erzielen: neben der objektiven Lärmminderung der Güterwagen geht auch die nächtliche Belästigung zurück. Mit Abschwächung der Rollgeräusche treten dann aber die Antriebsgeräusche der Lokomotive stark in den Vordergrund und bedürfen deshalb der Reduzierung. Das Ziel aller vorgeschlagenen Projekte ist es, kurz bis mittelfristig eine deutliche Lärmminderung im Schienenverkehr zu erreichen. Dies soll mit verschiedenen Methoden erreicht werden. Ein großer Teil der Projekte geht die Lärmprobleme von der konstruktiven Seite der Fahrzeuge oder des Fahrweges an. Einige Einzelvorhaben zielen auf die Erweiterung des Hintergrundwissens, das notwendig ist, um die nächste Schienenfahrzeuggeneration lärmärmer konstruieren zu können, andere bemühen sich um praktikable akustische Optimierungsvorschläge für bestehende Schienenfahrzeuge, die ja eine Lebenszeit von ca. 30 Jahren haben. Insgesamt ist ein Lärmminderungspotential bis 25 – 30 dB(A) vorhanden. |
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Aufgabenpaket Leitung:
Dipl.-Ing. H. Zimmer
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Aufgabenpaket Leitung:
H. Lenz Beschreibung
der Problematik Ziel
des Vorhabens Partner |
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Aufgabenpaket Leitung:
Herr Taubert Problemstellung Der Lärm ist eine bedeutende ökologische Schwachstelle des ansonsten als umweltfreundlich angesehenen Schienenverkehrs. Seine Beeinträchtigungen durch Lärm liegen zwar oft deutlich unter denen des Straßenverkehrs, die auf die jeweiligen Verkehrsleistungen bezogenen Lärmbelastungen sind aber kaum geringer. Insbesondere der nächtliche Güterverkehr führt für relevante Teile der Bevölkerung zu Belastungen, die gesundheitsschädigende Ausmaße erreichen. Die Beeinträchtigungen durch Lärm sind deshalb auch ein wesentlicher Grund für den Widerstand der Bevölkerung gegen neue oder stärker belastete Trassen. Das umweltpolitische Ziel einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene wird dadurch in Frage gestellt. Der Rad-Schiene-Kontakt nimmt einen bedeutenden Anteil der Lärmemission des Schienenverkehrs ein. Durch die Betriebsbelastung bilden sich auf der Schienenfahrfläche Riffel sowie kurze und lange Wellen. Insbesondere Riffel regen bei Zugüberfahrt die Schiene zu Schwingungen an, deren Frequenzen im Hörbereich des Menschen hohe Amplituden erzeugen. Um die Lärmgrenzwerte des Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) einzuhalten, werden vielfach teure und landschaftlich problematische Lärmschutzbauwerke (Wände, Wälle) seitlich der Schienenfahrwege gebaut. Riffel, kurze und lange Wellen lassen sich durch Schleifen wieder beseitigen. Das ergibt bei schlechtem Ausgangszustand Pegelminderungen von bis zu 20 dB(A) und bei durchschnittlich gepflegten Gleisen etwa 3 dB(A). Die Wirksamkeit der Schleifverfahren lässt sich noch verbessern. Seit über 40 Jahren ist das Schleifen von Schienen Bestandteil im Aktionsprogramm der Deutschen Bahn AG bzw. Deutschen Bundesbahn. Folgende Schleiftechnologien werden derzeit eingesetzt: oszillierende Rutschersteine und rotierende Schleifscheiben. Die Lebensdauer der Schiene hängt maßgeblich von einem ausgewogenen Verhältnis der Betriebsbelastung zum Verschleiß ab. Das ideale Verhältnis dieses gesteuerten Verschleißes wird als "Magic Wear Rate" bezeichnet. Neben den durch Überrollvorgänge erzeugten Spannungen in der Schiene führen auch Unregelmäßigkeiten und fehlender natürlicher Verschleiß zu Rissentstehung und -wachstum in der Schiene. Die Problematik der Rollkontaktermüdung führt zu einer deutlich verkürzten Lebensdauer der Schienen. Seit Ende der 90er Jahre ist im Netz der DB AG unter gewissen Umständen der Ersatz baulicher Lärmschutzeinrichtungen durch das so genannte "Besonders überwachtes Gleis" (BüG) möglich. Dabei wird der Zustand der Schienenoberfläche in besonders kurzen Zeitabständen gemessen und bei Bedarf wird geschliffen. Nachteile der derzeitigen Schleiftechnik sind:
Ziele des Projektes Gegenstand des Projektes ist die Entwicklung und die Einsatzoptimierung einer Schleifmaschine für das schnelle, regelmäßige Pflegen von Schienen. Die Arbeitsgeschwindigkeit soll bis zu 120 km/h betragen. Dabei werden folgende Ziele verfolgt:
Die HSG-Methode verbessert das Längsprofil eines noch in den zulässigen Toleranzen liegenden Schienenquerprofils. Entstehende Unebenheiten (z.B. Riffel) und Mikrorisse werden in einem frühen Stadium der Entstehung beseitigt. Partner
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Verbundprojekt Leitung: Dipl.-Ing. Udo Lenz Einführung In innerstädtischen Bereichen sind Straßenbahnen grundsätzlich als umweltfreundliches Verkehrsmittel anzusehen. Sie erzeugen allerdings bestimmte Schallimmissionen, die von manchen Anwohnern als erheblich belästigend angesehen werden. Das gilt insbesondere für die in Gleisbögen auftretenden Geräusche. In Gleisbögen mit großen Radien wird durch das Spurkranzanlaufen ein breitbandiges Zischelgeräusch und bei kleinen Radien durch die Stick-Slip-Vorgänge ein tonales Geräusch (Kurvenquietschen) erzeugt. Die durch diese Geräusche entstehenden Belästigungen können erheblich sein. Alle Verkehrsunternehmen sind auf der Suche nach Minderungsmöglichkeiten. Sie haben schon vielfältige Lösungen getestet. Hierbei stellt sich immer wieder heraus, dass Maßnahmen, die an einer Stelle eine Verbesserung bewirken, an anderer Stelle nicht zu einer spürbaren Minderung der Geräusche beitragen. Im Rahmen des Forschungsverbundes "Leiser Verkehr" haben sich verschiedene Institutionen und Firmen zusammengetan, um neue Lösungen für das Problem unter Anwendung neuer Technologien aufzuzeigen. Projektbeschreibung Das Verbundprojekt besteht aus 4 Hauptarbeitspaketen: Im Hauptarbeitspaket Phänomenologische Parameteranalyse von Kurvengeräuschen im Nahverkehr sollen durch messtechnische Untersuchungen die Randbedingungen ermittelt werden, bei denen durch bestimmte Maßnahmen eine Minderung von Kurvengeräuschen zu erwarten ist. Weiterhin sollen "bekannte Maßnahmen" untersucht werden, die an einer Stelle wirken und an anderer Stelle nicht oder nur unzureichend. Hierbei geht es um die Verallgemeinerung lokal mit Erfolg eingesetzter Lösungen. Das Hauptarbeitspaket Rechnergestütztes Prognoseverfahren beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des vorhandenen Simulationswerkzeuges "SFE AKUSRAIL" aus dem vom BMBF geförderten Projekt "SIMTool – Rollgeräusch". Es soll zukünftig möglich sein, mit dem Simulationswerkzeug die Einflussparameter der Kurvengeräusche rechnerisch systematisch zu betrachten. Insbesondere wird es möglich sein, rechnerische Auslegungen von Maßnahmen zur Reduzierung der Kurvengeräusche vorzunehmen. Im Hauptarbeitspaket Maßnahmen an Rad und Schiene werden vorhandene und in der Vergangenheit mit mehr oder weniger Erfolg getestete Lösungen weiterentwickelt. Es handelt sich hierbei um eine Rad- und Schienenstegbedämpfung sowie einer Befeuchtungsanlage. Ziel ist die Entwicklung zuverlässig wirkender Schutzmaßnahmen. Im Arbeitspaket Handbuch werden die Ergebnisse der vielfältigen Messungen, Berechnungen und weiter gehenden Betrachtungen zusammengetragen. Ziel ist es, für den Praktiker eine Entscheidungs- und Handlungsgrundlage zu schaffen. Als potenzielle Anwender für das Handbuch "Kurvengeräusche" werden folgende Institutionen gesehen:
Partner
Alstom LBH, Salzgitter Das Projekt wird unterstützt von den Verkehrsbetrieben Berlin, den Verkehrsbetrieben Düsseldorf, den Verkehrsbetrieben Karlsruhe, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Fachhochschule Bielefeld.
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BMWi-Verbundprojekt Leitung:
Dr. Matthias Mather Beschreibung
des Verbundprojekts Unterbindung der Geräuschabstrahlung durch integrierte konstruktive Maßnahmen
am Fahrzeug (Radschallabsorber, Schwingungsdämpfung, schalloptimierte Radsätze,
Verminderung der Körperschallübertragung) Verminderung der Geräuschentstehung und der Entstehung von Erschütterungen
durch integrierte Systemlösungen am Oberbau (Schwellenform, Schienenlagerung,
Schwingungsdämpfung, Oberbauinstandhaltung) Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Oberflächenrauigkeit von Rad und
Schiene (Bremstechnik, Antriebstechnik, Schienenschleifen) bzw. Optimierung bisheriger
Maßnahmen Gesamtziel
des Vorhabens Partner
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Aufgabenpaket Leitung:
Dipl.-Ing. Hans-Peter Grütz
Einführung Die
akustischen Belange spielen bisher im Schienenfahrzeugbau aufgrund vielfältiger
Anforderungen eine untergeordnete Rolle, sowohl im Bereich der Entwicklung und
Konstruktion als auch in der Fahrzeugproduktion. Eines der größten Defizite
stellt hierbei die unzureichende Beteiligung der akustischen Fachabteilungen in
den frühen Entwicklungs- und Konstruktionsphasen dar. Akustische
Lastenheftvorgaben von Schienenfahrzeugen sind bisher unzureichend und
entsprechen nicht dem Stand der Technik. Teilweise werden sie ohne Überprüfung
auf ihre Realisierbarkeit und Sinnhaftigkeit aus anderen Lastenheften übernommen.
Bei der Auftragsvergabe werden akustische Rahmenbedingungen über das Lastenheft
festgelegt, deren Einhaltung erst bei der Fahrzeuginbetriebnahme überprüft
werden. In diesem Stadium sind häufig technisch und finanziell vertretbare Änderungen
zur Einhaltung der geforderten Werte nicht mehr möglich.. In der Folge führt
dies - bezogen auf die akustischen
Forderungen - oftmals zu Widersprüchen und zu Abweichungen. Überschrittene
akustische Lastenheftwerte können zu Lieferverzögerungen, Schwierigkeiten bei
der Auslieferung, Problemen bei der Zulassung durch die zuständigen Behörden (EBA,
TAB) und finanziellen Einbußen zum einen durch Strafgelder, zum anderen durch
kostspielige Nachbesserungen führen. Die
untergeordnete Rolle akustischer Belange führt dazu, dass akustische Fehler
verbreitet sind, die oftmals erst in der Fertigung oder bei ersten Messungen
auffallen. Das bei den Fahrzeugen vorhandene Lärmminderungspotential wird
bisher in Entwicklung und Konstruktion nicht vollständig ausgeschöpft. Mögliche
Lärmminderungsmaßnahmen werden nicht systematisch im Entwicklungsprozess
verfolgt, da hierfür unter anderem brauchbare und komfortable Werkzeuge (Tools)
fehlen. Die Basis für ein systematisches und zielorientiertes Vorgehen im
technischen und Managementbereich ist für die Akustik bisher nicht in
ausreichendem Maße gegeben. Während
der Konstruktion können Schallreduktionsmaßnahmen wesentlich kostengünstiger
und schneller umgesetzt werden als nach der Fertigung. Werden akustische
Probleme erst im Nachhinein behandelt, gestaltet sich das immer äußerst
aufwendig und führt meist nicht zu einer lärmtechnisch optimalen Lösung. Oft
werden akustische Nachbesserungen aus Kostengründen nicht umgesetzt. Dies führt
grundlegend an dem Ziel eines leisen Schienenfahrzeugs vorbei. Aufgrund
der unzureichenden Betrachtung der akustischen Anforderungen können zudem im
Einkauf für einzelne Bauteile und Aggregate keine akustischen Spezifikationen
getroffen werden. Dadurch kann der Einsatz lärmarmer Aggregate oder schalldämmender
Bauteile nicht gesichert werden. Insgesamt
muss festgehalten werden, dass bisher ein akustisches Gesamtkonzept bei der
Herstellung von Schienenfahrzeugen fehlt. Dadurch kommt es dazu, dass teilweise
gute schalltechnische Arbeit, z.B. schalltechnisch sehr gut ausgelegte Bauteile,
nicht ihre volle Wirkung erzielen kann bzw. in ihrer Wirkung nahezu aufgehoben
wird, da an anderen Steel die Wirkung eines akustisch sehr gut ausgelegten Rades
eines Schienenfahrzeugs durch eine akustisch schlechte Getriebeauslegung nahezu
aufgehoben werden. Die
bisher existierenden Tools zur Geräuschprognose für ein Schienenfahrzeug
liefern keine hinreichenden Ergebnisse. Mit der Entwicklung eines
konstruktionsbegleitend einsetzbaren Prognosetools bietet sich die Chance, die
Belange einer akustisch optimierten Konstruktion zu unterstützen. Bei der Konstruktion von
Fahrzeugen wird der Schallemission häufig nur wenig Beachtung geschenkt, vor
allem dann, wenn keine besonders scharfen Emissionsgrenzwerte einzuhalten sind.
Werden durch den Kunden akustische Anforderungen festgelegt, dann betreffen
diese im wesentlichen das Vorbeifahrgeräusch bei etwa maximaler
Geschwindigkeit, die Stand- und Anfahrgeräusche und schließlich den
Abstellbetrieb. Dabei werden jedoch nicht alle betrieblich relevanten Zustände
abgedeckt.. Tonhaltigkeitsprobleme oder Schallspektren werden beispielsweise nur
äußerst selten berücksichtigt. Auch die
Umsetzung der Anforderungen beim Fahrzeughersteller erfolgt nur in
Einzelfällen über die Festlegung von maximalen Schallpegelwerten für die
einzelnen schallrelevanten Aggregate (Komponentenlastenhefte). Die Definition
dieser Grenzwerte basiert oft nur auf Erfahrungswerten, d.h. es erfolgt hierfür
meist keine Analyse des Gesamtsystems bzw. eine ausführliche Schallprognose.
Die gezielte Definition von erforderlichen Grenzwerten gestaltet sich dadurch
schwierig. Ebenso ist eine Abstimmung der einzelnen Schallminderungsmaßnahmen
hinsichtlich ihrer resultierenden Wirkung innerhalb des Gesamtsystems sehr
uneinheitlich. An manchen Komponenten wird ein sehr hoher Aufwand betrieben, der
keinen nennenswerten Einfluss auf das Gesamtgeräusch mehr darstellt, während
an anderen Komponenten zu wenig Aufwand betrieben wird, so dass diese das
Gesamtgeräusch dominieren. Der Einfluss der einzelnen Schallquellen sowie der
unterschiedlichen Schallschutzmaßnahmen auf das Gesamtgeräusch ist schwer zu
bestimmen. Ein für Schienenfahrzeuge geeignetes Akustik-Tool könnte diesen
Prozess wesentlich vereinfachen. Ein
gezieltes Akustik-Controlling während des gesamten Entwicklungs- und
Konstruktionsprozesses findet derzeit aufgrund der fehlenden Werkzeuge meist
nicht statt. Die zur Einhaltung vorgeschriebener Lastenheftwerte des
Gesamtfahrzeugs erforderlichen Maßnahmen werden dann mitunter nachträglich
getroffen, was technisch und wirtschaftlich wiederum problematisch ist. Das
Ziel der Betreiber von Schienenfahrzeugen ist es, die Schallemission der
Schienenfahrzeuge mit dem fortschreitenden Stand der Erkenntnis weiter zu
reduzieren. Aufgrund des steigenden Kostendruckes und der Anforderungen des
Wettbewerbs spielen die akustischen Belange bisher noch nicht die Rolle, die
ihnen aus umweltpolitischen Gesichtspunkten zukommt. Sofern
in den Lastenheften überhaupt Schallpegelgrenzwerte gefordert werden, ist
derzeit mangels reproduzierbarer Verfahren eine Kontrolle der Einhaltung der
Werte erst nach Fertigstellung der Fahrzeuge prüfbar. Bei Überschreitung der
vereinbarten Werte kann in diesem Stadium der laufenden Serienfertigung aber
kaum noch in den Produktions- oder gar Konstruktionsprozess eingegriffen werden,
so dass regelmäßig die Einhaltung dieser Werte nicht weiter gefordert wird,
bzw., sofern griffige Pönaleregelungen bei einer Überschreitung der Grenzwerte
vereinbart wurden, diese zugunsten anderer Wünsche der Betreiber als
"Tauschware" begriffen werden. Beides kann nicht im Interesse
umweltpolitischer Zielstellungen sein. Sehr oft werden pönalisierte Werte von
den Herstellern nur als Richtwerte angesehen, die man unverbindlich anstrebt.
Es
soll ein Verfahren für ein akustisches Management für Schienenfahrzeuge
entwickelt werden. Die hierfür relevanten Aspekte der Technik und des
Managements werden wissenschaftlich analysiert. Auf dieser Analyse aufbauend
wird eine Methode erarbeitet, die eine Steuerung und Kontrolle des akustischen
Designs von Schienenfahrzeugen ermöglicht. Als wissenschaftlich-technische
Grundlage des Verfahrens wird ein Lärmminderungskonzept unter Berücksichtigung
der technischen Machbarkeit sowie der Wirtschaftlichkeit (Aufwand/Nutzen-Verhältnis)
erarbeitet. Kernstück des Konzepts wird ein Katalog mit
Konstruktionsempfehlungen für ein schalloptimiertes Gesamtfahrzeug sein. Die
aus der wissenschaftlichen Analyse gewonnenen Erkenntnisse zum akustisch
optimalen Design von Schienenfahrzeugen sowie zum effizienten
Akustik-Controlling von der Lastenhefterstellung bis zur Auslieferung des
Fahrzeuges an den Betreiber werden in die Entwicklung eines “Geräuschprognosetools”
einfließen. Ziel dieses Tools ist es, den Fahrzeugherstellern und -betreibern
ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das die entwicklungs- und
konstruktionsbegleitende Applikation der “Akustischen Qualitätskontrolle”
ermöglicht und eine fundierte Geräuschprognose für Schienenfahrzeuge während
der Entwicklungsphase gewährleistet. Durch
die wissenschaftlich fundierte Vorgehensweise des Akustischen Qualitätsmanagements
und den Einsatz des Geräuschprognosetools werden die Voraussetzungen
geschaffen, die Umsetzung akustischer Anforderungen von der Lastenhefterstellung
an bis hin zur Abnahme des Fahrzeugs fest in den Entwicklungs- und
Herstellungsprozess von Schienenfahrzeugen zu integrieren und eine akustische
Optimierung der Fahrzeuge zu erreichen. Die Entwicklung und Einführung eines
„Akustischen Qualitätsmanagements“ fördert damit eine effektive
Schallpegelminderung an der Quelle im Schienenverkehr. Partner
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Aufgabenpaket Minderung der Lüftungsgeräusche angetriebener Schienenfahrzeuge Leitung: G. Reiss, Siemens AG, Transportation Systems, Trains Lüftungsgeräusche, die bei der Kühlung der Antriebskomponenten entstehen, haben einen wichtigen Anteil am Geräusch von Schienenfahrzeugen. Die Minderung der Lüftungsgeräusche war Ziel dieses inzwischen abgeschlossenen Vorhabens. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier.
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Aufgabenpaket Leitung:
Im Bereich Schienenverkehr, der bisher als
sehr umweltverträglich gilt, ist die Geräuschemmission zunehmend als Problem
zu sehen, das zukünftig ein ernst zu nehmendes Hindernis bei der
Verkehrspolitik, deutlich mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu
verlagern, darstellen kann. Das Verbundvorhaben „quietschfreie
Scheibenbremse“ zielt darauf, einen wichtigen Beitrag zur Lärmreduzierung im
Schienenverkehr zu leisten. Einführung
In Hochleistungs-Scheibenbremssystemen für
Schienenfahrzeuge wird heute als Reibbelagmaterial Metallsinter eingesetzt. Der
Einsatz von Sinterbelägen ist jedoch nicht auf Hochgeschwindigkeitszüge beschränkt,
für die diese Belagwerkstoffe ursprünglich entwickelt wurden. Aufgrund ihrer
Vorteile eignen sich diese Beläge auch für andere Anwendungen wie z.B. für
Loks, Nahverkehrszüge, U-Bahnen oder Spezialgüterwagen. Metallsinter ermöglicht wesentlich höhere
Scheibentemperaturen als organisch gebundene Bremsbeläge Durch die größere
Aufnahmefähigkeit der Scheibe für die beim Bremsen umgesetzte Wärme-Energie
kann die Anzahl der Bremsscheiben reduziert werden. Dies bedeutet einen
entscheidenden Vorteil hinsichtlich Gewicht, Kosten und Einbauraum. Bei den bremstechnischen und
tribologischen Eigenschaften haben die Entwicklungen der vergangenen Jahre zu
akzeptablen, die Anforderungen erfüllenden Resultaten geführt. Nicht gelöst
ist bislang jedoch das Lärmproblem in Form von Bremsquietschen. Die
Beobachtungen zeigen, dass das Quietschen vornehmlich im Bereich von
Niedrigenergiebremsungen (Regulierbremsungen) und in der Stopphase bei niedrigen
Geschwindigkeiten kurz vor dem Halt (z.B. Bahnhofseinfahrt) auftritt. Prinzipiell
lassen sich drei Arten von schwingungsabhängigen Bremsgeräuschen
unterscheiden, die alle vom Reibvorgang zwischen Bremsbelag und Bremsscheiben
ihren Ausgang nehmen.
In der subjektiven Wahrnehmung stellt
hochfrequentes Quietschen die unangenehmste Lärmbelästigung dar, zumal dieses
Geräusch sehr intensiv und mit großer Lautstärke auftreten kann. Messungen
auf dem Bremsenprüfstand mit Sinterbelägen haben im Abstand von 40 cm von der
Bremsscheibe Geräuschpegel zwischen 110 und 120 dBA ergeben. Während sich die beiden erstgenannten
Bremsgeräusche durch entsprechende konstruktive Maßnahmen reduzieren bzw.
beseitigen lassen, gestaltet sich die Elimination des Bremsenquietschens
weitaus schwieriger. Bisherige Untersuchungen über den Lärm
bei Schienenfahrzeug-Scheibenbremsen beziehen sich auf Bremsen mit organischen
Belägen. Das Problem des extensiven Bremsquietschens bei Metall-Sinterbelägen
ist bisher ungelöst. Im Gegensatz zu organischen Belägen sind
metallische Sinterwerkstoff-Beläge sehr hart und neigen auf Grund ihres
tribologischen Verhaltens und ihrer geringen inneren Dämpfung gegenüber
organischen Standardbelägen verstärkt zu Reibschwingungen und damit zu
energiereichen Schallabstrahlungen im Hochfrequenzbereich (bis 10 kHz). Eine Bedämpfung
dieser Beläge mit Elastomeren wie bei organischen Belägen scheidet hier aus
thermischen Gründen aus, da Sinterbeläge für Temperaturen bis über 600°C
konzipiert sind. Reibtechnische Anforderungen an
Metallsinter-Bremsbeläge hinsichtlich des Bremsverhaltens wie Reibwertkonstanz,
Nässeempfindlichkeit und Verschleißfestigkeit werden heute zufriedenstellend
erfüllt. Bezüglich der Umweltverträglichkeit jedoch besteht noch akuter
Handlungsbedarf: auftretendes Bremsenquietschen stellt eine außerordentliche
Umweltbeeinträchtigung dar. Dies tritt nahezu unabhängig vom eingesetzten
Sintermetallwerkstoff auf. Praxiserfahrungen zeigen, dass Bremsenquietschen häufig
bei Niedrigenergie-Bremsvorgängen, d.h. bei Regulierbremsungen und bei
Bahnhofseinfahrten auftritt. Speziell hier wird das laute Geräusch von den nahe
am einfahrenden Zug stehenden Fahrgästen als äußerst unangenehme Belästigung
empfunden. Dementsprechend liegen gegenwärtig zahlreiche Beschwerden bei den
Fahrzeugbetreibern vor, die ihrerseits Abhilfe von den
Bremssystem-Zulieferfirmen verlangen.
Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele Ziel
des Vorhabens ist es, das Bremsquietschen bei
Hochleistungs-Scheibenbremssystemen für Schienenfahrzeuge mit
Metall-Sinterreibbelägen zu beseitigen. Die Untersuchungen erstrecken sich
sowohl auf die konstruktive als auch auf die werkstoffseitige Ebene. Dabei ist
beabsichtigt, nicht nur einzelne Abhilfe-Maßnahmen bei vorhandenen und eingeführten
Konstruktionen zu finden, sondern durch Analyse der Schwingungsvorgänge
Verfahrensgrundsätze für die Gestaltung quietschfreier Hochleistungsbremsen zu
entwickeln. Das
bedeutet im Erfolgsfall, dass sich Hochleistungs-Scheibenbremssysteme auf Grund
ihrer genannten Vorteile gegenüber den konventionellen Scheibenbremssystemen
auf dem Markt ungehindert durchsetzen können. Die quietschfreie
Hochleistungs-Scheibenbremse wäre eine richtungsweisende technologische
Verbesserung, die aus Gründen der Umweltschonung und auf Grund bestehender
sowie zukünftiger Schallemissions-Auflagen dringend erforderlich ist.
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